Ja zur Volksschulgemeinde – Gesamtwohl aller im Fokus!
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Ja zur Volksschulgemeinde – Gesamtwohl aller im Fokus!
Weil eine Volksschulgemeinde das Gesamtwohl aller über die gesamte Volksschulzeit im Blick hat: Die Sekundarschulbehörde Rickenbach-Wilen und die Primarschulbehörde Rickenbach befürworten klar einen Zusammenschluss der drei Schulgemeinden. Sie empfehlen der Stimmbürgerschaft, ein überzeugtes Ja in die Urne zu legen.
Am 3. März 2024 stellen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Rickenbach und Wilen die Weichen für die Bildung der Zukunft im Sekundarschulkreis Rickenbach-Wilen. In einer losen Serie zeigen die Sekundarschulbehörde Rickenbach-Wilen und die Primarschulbehörde Rickenbach den pädagogischen, organisatorischen, strukturellen und finanziellen Mehrwert auf, den ein Zusammenschluss zu einer Volksschulgemeinde für alle bringt. Mit diesem Beitrag schliessen wir den Informationsblock und hoffen, dass wir einen Beitrag zur Meinungsbildung leisten konnten.
Erwartungen besser erfüllen
Chancengerechtigkeit in der Bildung bedingt zweckmässige und zielgerichtete pädagogische Angebote. Damit solche auch finanziell tragbar sind, ist eine gewisse Grösse erforderlich. Eine Volksschulgemeinde bietet diese Grösse und auch die notwendige Flexibilität bezüglich personeller und finanzieller Ressourcen. Damit kann sie ein attraktives und innovatives schulisches und ausserschulisches Angebot für die beiden Primarschulen und die Sekundarschule organisieren und vor allem auch finanzieren. Unter einem gemeinsamen organisatorischen und pädagogischen Dach können so auch die Erwartungen der verschiedenen Anspruchsgruppen und die Anforderungen im Bildungswesen besser erfüllt werden.
Ausgewogene Vertretung in Behörde
In einer Volksschulgemeinde mit einer Gesamtschulleitung als operative Führung übernimmt die Schulbehörde die strategische Führung und Verantwortung – deutlich ausgeprägter als dies heute der Fall ist. Umso wichtiger ist, dass Rickenbach und Wilen ausgewogen in der Schulbehörde vertreten sind. Da gerade in der Anfangsphase eine gleichmässige politische Vertretung wichtig ist, legt die neue Gemeindeordnung eine Sitzgarantie fest: Rickenbach und Wilen haben für zwei Amtsdauern, also für acht Jahre, einen Rechtsanspruch auf mindestens zwei Sitze im fünfköpfigen Gremium. Damit wird einer befürchteten Majorisierung verbindlich entgegengewirkt. Anschliessend ist es Aufgabe der Stimmberechtigten, bei den Wahlen eine ausgewogene Vertretung zu gewährleisten.
Fusion schafft Verbindlichkeit
Es liegt in der Natur der Sache: Eigenständige Körperschaften betonen die Eigenständigkeit, die dann auch den Schulalltag prägt. Eine Volksschulgemeinde hingegen hat stärker das Gesamtwohl aller über die gesamte Volksschulzeit im Blick. Dies führt automatisch zu einer besseren und verbindlicheren Zusammenarbeit über die Stufen – gerade hier liegt das grosse Potenzial im pädagogischen Nutzen für die Schülerinnen und Schüler. Die Erfahrungen nach der Einführung des neuen Lehrplans mit dem kompetenzorientierten Unterricht und der Beurteilung zeigten, dass die pädagogische Autonomie im Kerngeschäft eine sehr wichtige Rolle einnimmt und einer wirksamen, verbindlichen Zusammenarbeit entgegensteht. Die von den einzelnen Schulen beabsichtigte vermehrte punktuelle Zusammenarbeit beschränkte sich in der Vergangenheit primär auf organisatorische und administrative Bereiche, die keinen Mehrwert für die Lernenden brachte. Dieses ungenutzte Potenzial kann mit einer VSG erschlossen werden.
Abbau von Schnittstellen
Die befürchteten Risiken bezüglich erhöhtem Koordinationsaufwand, träger Informationsflüsse und langer Entscheidungswege sind mit der geplanten schlanken Führungsstruktur in der für Thurgauer Verhältnisse mittelgrossen Volksschulgemeinde unbegründet. Im Gegenteil: Gegenüber heute werden Ressourcen raubende Schnittstellen zwischen drei Körperschaften eliminiert. Die interne Kommunikation aller schulischen Akteurinnen und Akteure vom Kindergarten bis zur Sekundarschule wird vereinfacht und schlank gehalten bei gleichzeitiger optimierter Zusammenarbeit. Zudem werden die Kommunikation und Zusammenarbeit mit den zwei politischen Gemeinden, den zahlreichen externen schulischen Partnern und dem Kanton wesentlich vereinfacht. Wichtig ist, dass die Nähe der Schulbehörde zum schulischen Kerngeschäft mit spezifischen Steuerungsinstrumenten sichergestellt wird. Diese strategischen Führungsinstrumente bestehen teils heute schon.
Fit für die Zukunft – mit einem Ja zur Volksschulgemeinde
Die Herausforderungen im Bildungswesen steigen aufgrund der wachsenden Heterogenität und der beschränkten finanziellen Mittel. Auch die Erwartungen der verschiedenen Anspruchsgruppen und der Öffentlichkeit nehmen zu. Jede der drei Schulen hat heute individuelle Stärken und Schwächen. Ein Zusammenschluss ermöglicht ein gegenseitiges Profitieren und gemeinsames Weiterentwickeln zum Wohl der Kinder und Jugendlichen. Diese einmalige Chance gilt es zu nutzen. Die Schulbehörden der Sekundarschulgemeinde Rickenbach-Wilen und der Primarschulgemeinde Rickenbach empfehlen Ihnen deshalb, ein überzeugtes «Ja!» in die Urne zu legen. Wir danken für die Unterstützung.