Schulmodell

"Durchlässige Sekundarschule"

Leistungstypen

Die Einteilung der Schülerinnen und Schüler erfolgt auf Empfehlung der Primarschullehrperson entsprechend den zwei Leistungstypen E (leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler) und G (leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler).

Typengemischte Stammklassen

Auf Schuljahr 2020/21 gilt an der Sekundarschule Ägelsee das Schulmodell mit typengemischten Stammklassen und Niveauklassen (vgl. Flyer Schulmodell 2020). Die Einführung erfolgt einlaufend; gestartet wird mit der neuen 1. Sekundarschule als erster Jahrgang. Jahr für Jahr kommt ein weiterer Jahrgang dazu; der letzte im Schuljahr 2022/23.

Dabei bilden alle Lernenden aus Busswil, Rickenbach und Wilen eines Jahres zusammen das Jahrgangsteam. Dieses setzt sich erfahrungsgemäss im Verhältnis von rund zwei Dritteln zu einem Drittel aus Lernenden der Typen E und G zusammen. Alle Lernenden werden in gleich grosse Stammklassen eingeteilt. Wohnort, Geschlecht und Leistungstyp werden angemessen berücksichtigt.

In den Stammklassen oder in typengemischten Lerngruppen werden alle Fächer unterrichtet, die nicht zu den Niveaufächern gehören.

Niveaufächer

In den Fächern Mathematik, Französisch, Englisch und Deutsch wird der Unterricht in Niveaus geführt, nämlich Niveau
  • Niveau g = grundlegende Anforderungen
  • Niveau m = mittlere Anforderungen
  • Niveau e = erweiterte Anforderungen

Das Fach Deutsch wird entsprechend den beiden Leistungstypen in den Niveaus g und e geführt.

Bei Vorliegen spezieller Verhältnisse wie geringe Schülerzahl können im Jahrgang auch die anderen Niveaufächer in zwei Niveaus mit einem binnendifferenzierten Unterricht geführt werden.

Eigenverantwortliches Lernen

Auf Beginn des Schuljahres 2016/17 wurde am Ägelsee das zusätzliche Unterrichtsgefäss "Eigenverantwortliches Lernen" (EL) eingeführt. Dafür wurde im Erdgeschoss des Spezialtrakts angrenzend an das Förderzentrum und die heutige Bibliothek (neu Mediathek) ein grosszügiger Lernraum mit 45 bis 50 Arbeitsplätzen, zwei Gruppenräumen, einer kleinen Werkstatt und einem Gesprächsraum eingerichtet. Mit dem zustimmenden Entscheid am 27. Oktober 2015 zum Investitionskredit hat die Stimmbürgerschaft grünes Licht für dieses Umbau- und Erweiterungsvorhaben und das darauf basierende ergänzte Ägelsee-Schulmodell gegeben.

Das Unterrichtskonzept für das eigenverantwortliche Lernen am Ägelsee sieht total vier Wochenlektionen für alle Stammklassen vor, wobei immer zwei Stammklassen des gleichen Typs und Jahrgangs zusammen den EL-Lernraum nutzen. Dafür werden ab Schuljahr 2023/24 je eine Lektion Deutsch, Natur und Technik (NT) und Räume, Zeiten, Gesellschaft (RZG) sowie die heutige Hausaufgabenlektion beansprucht.

Das eigenverantwortliche Lernen beinhaltet aufbauend ab der 1. Sekundarklasse fünf Bausteine, nämlich

  • das «Grosses Sandwich», nämlich die Abwechslung von kollektiven Lernphasen und subjektiver Auseinandersetzung mit dem Inhalt; 
  • den Epochenunterricht, das heisst intensives Lernen an einem Inhalt oder Gegenstand ohne Unterbruch durch andere Fächer;
  • die selbstständige Vertiefungsarbeit (heutige Hausaufgabenhilfe) sowie 
  • das projektartige Lernen, nämlich die Bearbeitung mehr oder weniger strukturierter beziehungsweise offener Arbeitsaufträge zu einem Thema.

    Making

    An der Sekundarschule Ägelsee ist Making seit einigen Jahren fester Bestandteil der Lernkultur. Was als Projekt begann, steht heute für kreatives, praxisnahes und problemorientiertes Lernen – getragen von Neugier, Eigeninitiative und Teamarbeit.

    Vom Ideenfunken zum Prototyp
    Als eigenständiger Kurs in der dritten Klasse entwickeln Schülerinnen und Schüler Projekte von der Idee bis zum fertigen Prototyp. Sie planen selbstständig, arbeiten im Team, präsentieren ihre Ergebnisse und lernen, Rückschläge als Teil des Prozesses zu reflektieren. Making bietet Raum für individuelle Interessen und eigenes Tempo.

    Making als Methode und Förderung
    Making wirkt auch in andere Fächer hinein: Durch Challenges werden theoretische Inhalte greifbar – beim Konstruieren, Experimentieren, Programmieren oder Designen.

    Im Eigenverantwortlichen Lernen (EL) stehen zusätzliche Herausforderungen für motivierte Jugendliche bereit. Gleichzeitig ist Making ein wichtiger Bestandteil der Begabungs- und Begabtenförderung: Offene Aufgabenstellungen und projektbasiertes Arbeiten ermöglichen es, besondere Stärken gezielt zu entfalten.

    Vom Wanderweg zum Alpinweg
    Das dreistufige Challenge-System – angelehnt an Schweizer Wanderwege – erlaubt individuelles Lernen auf unterschiedlichen Niveaus: Wanderweg (Einstieg), Bergweg (anspruchsvoll), Alpinweg (eigene komplexe Projekte).
    Vielfältige analoge und digitale Tools unterstützen die Umsetzung kreativer Ideen.

    4K-Kompetenzen im Fokus
    Making stärkt gezielt zentrale Zukunftskompetenzen: Kreativität, kritisches Denken, Kommunikation und Kollaboration.

    So verbindet die Sekundarschule Ägelsee Fachwissen mit Praxis und Gestaltungsfreude – ganz im Sinne von: Lernen durch Machen und Zukunft aktiv mitgestalten.

    Integrative Förderung (IF)

    Lernende mit besonderem Förderbedarf (Stütz- und Fördermassnahmen, sonderpädagogische Massnahmen) werden in der Regelklasse beschult und gefördert. Grundlage dazu bildet das Förderkonzept. Die Kleinklasse wurde auf Beginn des Schuljahres 2012/13 aufgehoben. Um eine optimale individuelle Förderung der Lernenden zu gewährleisten, werden diese am Ägelsee situationsbezogen und zielgerichtet nebst der Lehrperson durch heilpädagogisches Fachpersonal im Klassenverband einerseits und/oder separativ im Förderzentrum anderseits (Einzelunterricht oder kleine Gruppen) unterstützt. Im Einzelfall wird geprüft, ob eine Anpassung der Lernziele oder eine Dispensation notwendig und zielführend sein kann.

    Alters- und niveaudurchmischte Interessengruppen

    Das Kursprogramm für die Wahlpflicht- und Freifächer am Sekundarschulzentrum Ägelsee bietet den Schülerinnen und Schülern eine vielseitige Auswahl an musischen, handwerklichen und sportlichen Kursen. Diese werden meist in alters- und niveaudurchmischten Interessengruppen durchgeführt. Dies fördert das eigenverantwortliche und kooperative Lernen, indem die Schülerinnen und Schüler von- und miteinander lernen. Dies wiederum wirkt sich positiv sowohl auf die Lernkompetenz als auch die Selbst- und Sozialkompetenz aus. Das Gemeinschaftsgefühl wird dadurch gestärkt und es trägt zu einer toleranten und gewaltfreien Schulkultur bei.

    Seitensuche

    Oft gesucht